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Welche Folgen auf Ihr Geschäft die Einführung der Mehrwertsteuer in den GCC-Ländern haben kann!

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SaudiArabiaP19-50Riyals-AH1379(1976)_fSeit vielen Jahren in Planung und nun beschlossene Sache: Die Einführung der Umsatzsteuer in allen Mitgliedstaaten des Golfkooperationsrats (GCC).  Ab dem 01. Januar 2018 werden die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien , Kuwait, Bahrain, Katar, und der Oman Umsatzsteuern von rund 5 Prozent einführen. Bereits jetzt wird dieser Entschluss kontrovers diskutiert. Wir klären Sie auf über mögliche Folgen und verraten, warum die Umsatzsteuer eine grosse Chance für die Region ist.

 

Welche Unternehmen sind betroffen?

Alle Unternehmen, die Waren oder Dienstleistungen anbieten, werden Umsatzsteuer zahlen müssen. Es gibt jedoch Ausnahmen. Das Gesundheits- und das Bildungswesen und ausgewählte Produkte (Grundnahrungsmittel) des Nahrungsmittelsektors müssen keine Umsatzsteuer entrichten. Auch kleinere Unternehmen, d.h. mit einem Jahresumsatz von unter einer Million US-Dollar, werden zunächst einmal ausgeklammert.

 

Weniger Anziehungskraft?

Für die Golfstaaten war die Steuerfreiheit bisher ein wichtiges Ass im Ärmel, um hochqualifizierte Arbeitskräfte für sich zu gewinnen. Eine frühere Studie der CFA (Chartered Financial Analyst) Society Emirates fand heraus, dass die steuerfreie Umgebung für rund 59 Prozent der befragten Finanzfachleute eine Schlüsselrolle in ihrer Entscheidung, in den Golfstaaten zu arbeiten, gespielt hat. Die Studie fand auch heraus, dass rund 80 Prozent der Befragten eine Auswanderung in Betracht ziehen würden, wenn die Umsatzsteuer eingeführt werden sollte. Dies ist ein nicht zu vernachlässigendes Risiko. Dennoch sollte man beachten, dass die Umsatzsteuer in den GCC-Staaten mit rund 5 Prozent jedoch deutlich geringer sein wird als in vielen europäischen Ländern, in denen eine Umsatzsteuer von bis zu 20 Prozent möglich sind.

 

Risiko der Inflation

Durch die Einführung der Umsatzsteuer, ist natürlich auch ein Anstieg der Inflationsrate zu befürchten, im Falle der Golfstaaten, vor allem auf Autos und Luxusgüter. Die Umsatzsteuer könnte einer Inflation jedoch auch entgegen wirken, wenn Konsumenten ihr Geld sparsamer ausgeben und Preise daraufhin auf das neue Konsumverhalten angepasst werden.

 

Langfristige Chancen

In den letzten Jahren hatten viele Golfstaaten erhebliche Haushaltsdefizite zu melden. Saudi Arabien verzeichnete 2015 beispielsweise einen Haushaltsdefizit von 90 Milliarden Dollar – rund 15% der Wirtschaftsleistung des Landes. Steuern könnten den GCC-Staaten deshalb langfristig helfen und durch eine Diversifizierung des Staatseinkommens zu einer höheren wirtschaftlichen Stabilität der Länder führen. Mithilfe der Umsatzsteuer könnten sich die Golfstaaten somit von der Öl- und Gasabhängigkeit lösen. In einer Zeit der sinkenden und stetig schwankenden Ölpreise wäre dies überlebenswichtig.

 

Es bleibt abzuwarten, wie die Einführung der Umsatzsteuer die GCC-Staaten tatsächlich beeinflussen wird. Es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, dass die gesamte Region durch die Steuereinführung nachhaltig gestärkt wird und sich wirtschaftlich stabiler aufstellen kann. Somit würde letztendlich auch der Endverbraucher von der Umsatzsteuer profitieren. Gelingt dies, könnte der 01. Januar 2018 ein richtungsweisendes Datum für die GCC-Staaten sein und ein grosser Schritt in eine bessere Zukunft sein.

 

 

 

28 Apr, 17

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