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Eine Reise in die Länder der arabischen Welt, und speziell in manche Länder der Golfregion, kann für Europäer mit sehr vielen Überraschungen verbunden sein. Es empfiehlt sich daher, sich bereits im Voraus über die Kultur (zum Beispiel Religion, Verhaltenskodex, Dresscode, usw.), die regionalen Werte und die besonderen geschäftlichen Gepflogenheiten zu informieren. Dies können Sie über lokale Bekanntschaften oder Vertraute in dem jeweiligen Land tun. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich dieses Wissen über Geschäftspartner in Europa anzueignen und zugleich mehr über die Besonderheiten der Region zu lernen.

 

Dieser Artikel dient dazu, Ihnen einen Einblick in einige kulturelle Aspekte und Gepflogenheiten im Umgang mit Ihren Geschäftspartnern des Mittleren Ostens zu geben.

 

Besitzt Religion den gleichen Stellenwert wie bei uns in Europa? Wie beantworte ich direkte Fragen meiner Geschäftspartner über meine familiären oder privaten Angelegenheiten? Darf ich einer Frau in den Arabischen Länder die Hand geben oder was ist die Alternative bei der Begrüßung einer Frau? Wie soll ich mich als Geschäftsfrau kleiden? Auf diese und weitere Fragen finden Sie in diesem Artikel die passenden Antworten.

 

Religion und Glaube spielen eine sehr wichtige Rolle im Leben von Arabern

 

Religion oder Glaube in der arabischen Welt nimmt einen zentralen Platz im Leben eines jeden Arabers ein. Obwohl in einigen arabischen Ländern des Mittleren Ostens (zum Beispiel im Libanon, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Ägypten) auch Christen leben, sind diese in der Minderheit. Die Araber respektieren jeden anderen Glauben, insbesondere das Christentum und Judentum. Sie haben jedoch wenig Verständnis für nicht gläubige Menschen. Aus diesem Grund sollten Sie es vermeiden, sich zu outen, wenn Sie keiner bestimmten Konfession folgen. Die intensive Beschäftigung mit dem Islam und seiner Rolle in der Kultur der Araber wird Ihnen viele Türen öffnen und Respekt verschaffen.

 

Religion nimmt eine zentrale Rolle im Leben von Arabern ein.

Religion nimmt eine zentrale Rolle im Leben von Arabern ein.

Muslime beten fünf Mal am Tag: Al-Fajr (bei Tagesanbruch und vor Sonnenaufgang), Al-Zuhr (um die Mittagszeit), Al-Asr (am späten Nachmittag), Al-Maghrib (gleich nach Sonnenuntergang), Al-Isha (Abendgebet). Obwohl nicht alle Muslime zum Gebet in die Moschee gehen, ist es sinnvoll, die Gebetszeiten bei Meetings zu meiden. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern hierzu getrennte Gebetsräume für Männer und Frauen. Das Freitagsgebet findet am Ruhetag der Muslime statt. An diesem Tag sind geschäftliche Termine tabu.

Eine besondere Zeit des Jahres bildet der Fastenmonat Ramadan. Die Menschen dürfen tagsüber bis zum Sonnenuntergang weder trinken noch essen noch rauchen. Es ist sehr wichtig, dass Sie Rücksicht auf die Fastenden nehmen, wenn Sie im Mittleren Osten unterwegs sind. Wenn Sie essen oder trinken wollen, versuchen Sie dies, abseits von Ihren Geschäftspartnern und deren Mitarbeitern zu tun. Dies bringt Ihnen sicherlich viel Respekt und Sympathie ein.

Erst die Familie, dann das Geschäft

In der arabischen Welt stellt die Familie den Kern der Gesellschaft dar; sie gibt jedem Einzelnen die soziale Sicherheit und den Rückhalt in der Gesellschaft, sie verleiht ihm Status, gibt ihm Stolz und Ehre. Dies gilt insbesondere für Familien mit einem hohen sozialen Status. Diese gesellschaftliche und kulturelle Tradition erfordert von dem Einzelnen ein hohes Mass an Loyalität, Solidarität und Respekt, vor allem gegenüber den Eltern.

Wenn Sie sich mit Ihren Geschäftspartnern in Meetings treffen, ist es üblich, sich zunächst kurz über die Familie zu unterhalten. Diese Plauderei lockert die Atmosphäre und erleichtert den Einstieg in die geschäftlichen Gespräche. Sie müssen dabei natürlich nicht sämtlichen intimen Details über Ihr Familienleben preisgeben. Wenn Sie nichts zu erzählen haben, können Sie auch über allgemeine Dinge reden, sollten dabei aber auf jeden Fall Ihr Interesse an Ihrem Gegenüber bekunden. Sie können auch über Ihre Reise oder Ihr Heimatland reden oder Anekdoten aus Ihren Reisen in andere Länder erzählen.

Fragen Sie Ihren Partner nicht, wie es seiner Frau geht. Fragen Sie stattdessen, wie es der Familie und den Kindern geht. Wenn Sie etwas über Ihre Familie erzählen wollen, sagen Sie nichts Schlechtes über sie, denn dies kommt einem Gesichtsverlust gleich. Small Talks über die Familie entspannen die Gesprächsatmosphäre und bringen Ihnen viel Sympathie bei Ihren Gesprächspartnern ein.

Wenn Sie zum Essen eingeladen werden, lehnen Sie diese Einladung nicht ab. Eine Einladung zum Essen ist ein Zeichen der Sympathie und Freundschaft Ihnen gegenüber. Wenn Sie essen, versuchen Sie, ausschließlich mit der rechten Hand zu essen, da die linke Hand für Araber als unrein gilt. Achten Sie auch darauf, beim Sitzen nicht Ihre Beine zu überkreuzen und nicht mit der Schuhsohle in Richtung Ihres Gesprächspartners zu zeigen. In den arabischen Ländern sind dies ein starker Affront und ein klares NO-GO. Auch bei Fremden wird dieses Verhalten als ein Zeichen von Unhöflichkeit, schlechten Manieren und Respektlosigkeit interpretiert.

In westlichen Ländern haben wir ein anderes Verständnis für und eine andere Wahrnehmung der Zeit. Für uns heisst es stets „Zeit ist Geld“. Für den Araber steht der Mensch an erster Stelle, erst danach folgt das Geschäft. Bevor Sie mit einem Araber ins Geschäft kommen können, möchte dieser zunächst „Brücken“ bauen. Dies geschieht über das persönliche Verhältnis zu Ihnen. Er möchte Sie zunächst gerne näher und persönlich kennenlernen. Dies schafft Vertrauen und vereinfacht das spätere geschäftliche Verhältnis erheblich. Viele deutsche und schweizer Geschäftsleute erzählen darüber, wie sie von ihren Kunden nach Hause eingeladen wurden. Ein Araber möchte Ihnen damit zeigen, dass er Ihnen vertraut und dass Sie ein Freund der Familie geworden sind.

Es ist sehr wichtig, sich ausreichend Zeit für den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu nehmen. Erwarten Sie nicht, alleine über den Kontakt per Telefon, E-Mail oder Facebook ins Geschäft mit Ihren potenziellen Partnern zu kommen. Nichts kann ein persönliches Treffen ersetzen.

Wenn Sie Termine mit Ihrem Geschäftspartner planen, dann sollten Sie dies früh im Voraus machen und kurz vor dem Termin nochmals per Telefon bestätigen. Machen Sie sich trotzdem auf Überraschungen gefasst. Es kann immer vorkommen, dass Ihr Partner das geplante Treffen in letzter Sekunde absagt oder sich bei diesem verspätet. Nehmen Sie das nicht persönlich und bleiben Sie locker. Das klingt für Europäer zwar seltsam, aber dies entspricht den Spielregeln in der arabischen Welt. Selbstverständlich dürfen Sie nicht den Fehler machen und sich verspäten. Das wäre unverzeihlich.

Zeit vs. Beziehung

In westlichen Ländern haben wir ein anderes Verständnis für und eine andere Wahrnehmung der Zeit. Für uns heisst es stets „Zeit ist Geld“. Für den Araber steht der Mensch an erster Stelle, erst danach folgt das Geschäft. Bevor Sie mit einem Araber ins Geschäft kommen können, möchte dieser zunächst „Brücken“ bauen. Dies geschieht über das persönliche Verhältnis zu Ihnen. Er möchte Sie zunächst gerne näher und persönlich kennenlernen. Dies schafft Vertrauen und vereinfacht das spätere geschäftliche Verhältnis erheblich. Viele deutsche und schweizer Geschäftsleute erzählen darüber, wie sie von ihren Kunden nach Hause eingeladen wurden. Ein Araber möchte Ihnen damit zeigen, dass er Ihnen vertraut und dass Sie ein Freund der Familie geworden sind.

Es ist sehr wichtig, sich ausreichend Zeit für den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu nehmen. Erwarten Sie nicht, alleine über den Kontakt per Telefon, E-Mail oder Facebook ins Geschäft mit Ihren potenziellen Partnern zu kommen. Nichts kann ein persönliches Treffen ersetzen.

 

Wenn Sie Termine mit Ihrem Geschäftspartner planen, dann sollten Sie dies früh im Voraus machen und kurz vor dem Termin nochmals per Telefon bestätigen. Machen Sie sich trotzdem auf Überraschungen gefasst. Es kann immer vorkommen, dass Ihr Partner das geplante Treffen in letzter Sekunde absagt oder sich bei diesem verspätet. Nehmen Sie das nicht persönlich und bleiben Sie locker. Das klingt für Europäer zwar seltsam, aber dies entspricht den Spielregeln in der arabischen Welt. Selbstverständlich dürfen Sie nicht den Fehler machen und sich verspäten. Das wäre unverzeihlich.

 

Arabischer Golf und NICHT Persischer Golf

Manche Kleinigkeiten können stark negative Konsequenzen haben, wenn man diese nicht berücksichtigt. Obwohl auf den meisten Weltkarten der Golf in der Region „Persischer Golf“ steht, kann es zu einem Albtraum werden, wenn Sie diese Region in Ihren Broschüren, Präsentationen oder Gesprächen nicht „Arabischer Golf“ nennen. Besonders auf Messen kann es passieren, dass Sie einen Flyer oder eine Broschüre zeigen, auf denen nicht „Arabischer Golf“ abgedruckt ist.

 

Andere Länder, andere Kalender

 

Die meisten Länder im Mittleren Osten, mit Ausnahme Saudi Arabien, verwenden zwar den gregorianischen (Sonnen-)Kalender. Die Araber benutzen zudem auch den Mondkalender, der um die 10 Tage kürzer als der Sonnenkalender ist. Der Mondkalender wird besonders für religiöse Festtage verwendet. Im Islam gibt es zwei wichtige religiöse Feiertage im Jahr: Eid Al-Fitr und Eid Al-Idha. Beide dauern mindestens drei Tage, wenn die Behörden diese nicht für länger geplant haben. Der erste Feiertag (Eid Al-Fitr) kommt am Ende des Fastenmonats Ramadan. Der zweite Feiertag kommt nach Abschluss der Pilgerfahrt nach Mekka.

 

Da der Mondkalender kürzer als der Sonnenkalender ist, verschieben sich die Zeiten für die beiden religiösen Festtage jedes Jahr um jeweils circa 10 Tage. Wenn Sie Ihre Geschäftsreise in die Länder des Mittleren Ostens planen, sollten Sie dabei versuchen, die Zeiträume um diese beiden Feiertage zu meiden.

 

Ein anderer wichtiger Aspekt bei der Planung Ihrer Reise ist die Berücksichtigung des Wochenkalenders. Die meisten arabischen Länder haben ihr Wochenende am Freitag/Samstag; und nur Tunesien, Marokko und Libanon haben ihren Ruhetag am Samstag/Sonntag. Deshalb ist es ratsam, Termine am Freitag zu vermeiden, besonders in den Ländern der Golfregion.

 

Der Dresscode und die Begrüssung

 

Araber im Mittleren Osten kleiden sich sehr unterschiedlich. Während beispielsweise im Libanon oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten, aufgrund des grossen Ausländeranteils, insbesondere westliche Expats, neben lokaler Kleidung (Thobe für Männer und Abaya für Frauen) auch Anzüge von Geschäftsleuten getragen werden, sieht es in anderen Ländern vollkommen anders aus. In Saudi Arabien sind Männer fast ausschließlich in lokaler Kleidung anzutreffen. Egal was Ihr Geschäftspartner trägt, wird von Ihnen erwartet, dass Sie in einem Anzug, langärmeligem Hemd und Krawatte auftreten, zu jeder Jahreszeit und Hitze. Hingegen wird niemand von Ihnen erwarten, dass Sie sich selbst mit den lokalen Kleidungen kleiden.

Bei Geschäftsfrauen aus westlichen Ländern ist die Situation anders. Wenn Sie als Frau in der Golfregion unterwegs sind, sollten Sie stets darauf achten, Ihre Schultern und Ihren Oberarm durch die Kleidung bedeckt zu halten. Der Ausschnitt sollte möglichst hoch liegen und Ihr Rock bis unter die Knie reichen. Wenn Sie als Frau in Saudi Arabien unterwegs sind, sollten Sie zusätzlich ein Kopftuch bereithalten. Enge und durchsichtige Kleidung ist in der gesamten Region zu vermeiden, nicht nur in Saudi Arabien.

Die Begrüssung in den arabischen Ländern ist ähnlich wie in den westlichen Ländern und erfolgt mit Händedruck. Dabei kann es vorkommen, dass der Händedruck etwas länger anhält, als dies in westlichen Kulturkreisen der Fall ist. Ziehen Sie Ihre Hand daher nicht sofort zurück, sondern warten Sie, bis auch Ihr Geschäftspartner Ihre Hand loslässt. Es ist nicht üblich, dass Frauen, in Begleitung von ihren Ehemännern, vorgestellt werden. Um Faux-Pas zu vermeiden, reichen Sie nicht zuerst Ihre Hand zur Begrüssung, sondern schauen Sie zuerst, wie die andere Person agiert und reagieren Sie entsprechend darauf.

 

Abschliessende Bemerkungen

 

Die sorgfältige Planung und Vorbereitung Ihrer Geschäfte im Mittleren Osten bildet eine solide Basis für eine erfolgreiche Unternehmung. Lernen Sie einige Schlüsselwörter oder Standardsätze beispielsweise für die Begrüssung (Assalamou Aleikoum oder Marhaba) oder beim Danken (Schoukran, Afwan). Nehmen Sie sich einen Partner als Mittelsmann, der sich in beiden (der westlichen und der arabischen) Kulturen auskennt, um auf der sicheren Seite zu sein. Sie werden dadurch Ihren Geschäftspartner positiv beeindrucken und aus Partnerschaften können sich langfristige Freundschaften entwickeln, von denen Sie auf jeden Fall viel profitieren können.

19 Mai, 17

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