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Warum Arabische CEOs optimistisch sind

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Niedrige Ölpreise, regionale geopolitische Bedrohungen, Terrorismusbekämpfung, sozioökonomischer Druck; das sind die vorherrschenden Themen in der arabischen Welt. Es soll nicht verwundern, dass die CEOs in der Region des mittleren Ostens es nicht anders sehen.

 

Dazu kommen noch die Verschiebung der globalen Trends, weg von der fossilen Energie, hin zu mehr sauberer Energieerzeugung. Die Region hat zudem eine erdbebenähnliche Veränderung in der grössten Volkswirtschaft, Saudi Arabien, erlebt; die politische Krise mit Katar hat das ohnehin angespannte politische Klima noch weiter verschlimmert.

 

Die Unternehmen in der Region spüren zudem die globalen Trends, ähnlich wie in anderen Regionen der Welt. Die Globalisierung, der technologische Wandel oder die Cyberkriminalität sind ein paar Trends, die die Unternehmen im Mittleren Osten über die kommenden Jahre weiter beschäftigen werden.

 

In seinem letzten Survey hat die Beratungsfirma pwc 50 CEOs aus der Region des Mittleren Ostens über Ihre Meinung und Pläne für die nächsten Jahre befragt.

 

Wachstum

 

Die Firmenlenker in der Region blicken positiv in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung der Weltkonjunktur für das kommende Jahr. 52 Prozent gaben an, dass Sie glauben, die Weltwirtschaft werde positiv wachsen. Verglichen mit letztem Jahr (nur 26 Prozent waren optimistisch) ist dies eine enorme Steigerung; die Manager in der Region schätzen eigentlich die Lage ähnlich wie ihre Kollegen in anderen Regionen (57 Prozent) ein.

 

Gefragt nach den Wachstumsaussichten ihrer eigenen Firmen gaben 81 Prozent der CEOs an, dass sie sicher oder sehr sicher sind, dass ihre Firma über die kommenden 12 Monate wachsen wird. Das liegt nicht weit weg von den durchschnittlichen globalen Erwartungen der CEOs in anderen Regionen; der durchschnittliche Wert liegt bei 88 Prozent.

 

56 Prozent der CEOs in der Region gaben an, dass sie ein organisches Wachstum erwarten (79 Prozent global), 65 Prozent planen Kostensenkungen (62 Prozent global) und 65 Prozent planen neue strategische Allianzen oder Joint Ventures (49 Prozent global).

 

Risiken

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Die Region des Mittleren Ostens ist seit Jahren politisch instabil. Es ist kaum verwunderlich, wenn die CEOs in der Region diesbezüglich ihre Sorgen zum Ausdruck bringen. So geben 92 Prozent der befragten CEOs an, dass sie besorgt oder sehr besorgt über die geopolitische Unsicherheit in ihrer Region sind, im Vergleich zu 90 Prozent im letzten Jahr.

 

In ihren strategischen Reformbestrebungen, ihre Volkswirtschaften zu diversifizieren und von Öl unabhängig zu machen, haben einige Länder verschiedene Steuern eingeführt. So haben die VAE (Vereinigte Arabische Emirate) und Saudi Arabien beispielsweise in diesem Jahr eine Mehrwertsteuer von 5 Prozent eingeführt. Andere Länder in der Region werden mit Sicherheit folgen. Das erhöht den Druck auf die Firmen. So geben 85 Prozent an, dass sie über die Steuerbelastungen ihrer jeweiligen Länder besorgt sind, verglichen mit 74 Prozent im letzten Jahr und 75 Prozent im globalen Vergleich für dieses Jahr.

 

In der Vergangenheit haben die Cyberattacken in der Region zugenommen. Das betrifft nicht nur die IT-Infrastruktur, sondern erfasst immer mehr die Betriebsprogramme von beispielsweise Energieunternehmen. Das ergab eine aktuelle Studie über die Cyberrisiken in der Region, die Siemens veröffentlicht hat. Deshalb erwähnen die CEOs im Mittleren Osten das Thema Cyberrisiken mit 77 Prozent als eine der Gefahren, mit der sie sich im nächsten Jahr auseinandersetzen wollen.

 

Herausforderungen

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Neben den oben aufgeführten Risiken sehen sich die CEOs im Mittleren Osten vermehrt mit anderen Herausforderungen konfrontiert. Auf dem Weg einer Öffnung ihrer Volkswirtschaften für ausländische Investitionen müssen Regierende und Firmenlenker ihre Hausaufgaben machen. Transparency International hat zuletzt in ihrer Studie zum Corruption Perception Index (CPI) für 2017 berichtet, dass 19 von 21 arabischen Ländern einen CPI unter 50 Prozent erreicht haben (nur VAE und xxx haben über 50 Prozent erreicht). Auch für die staatlichen und privaten Betriebe in der Wirtschaft wächst der Druck, Ihre Geschäftspraktiken und Mitarbeiterpolitik transparent zu gestalten. Zudem müssen sie auch ihre Corporate Governance reformieren.

 

Inwieweit sie mit der Aussage übereinstimmen, dass ihre Firmen immer mehr Druck verspüren, Geschäftsergebnisse in kürzerer Zeit liefern zu müssen, haben 71 Prozent der befragten CEOs mit „Ja“ beantwortet – global liegt die Zustimmungsrate bei 60 Prozent.

 

67 Prozent der CEOs in der Region stimmten zu, dass sie immer mehr Druck verspüren, individuelle Führungskräfte für schlechtes Führungsverhalten haftbar zu machen.

 

Durch die Reformstrategien der verschiedenen Regierungen in der Region wird der Druck auf die Firmen immer spürbarer. So gaben die CEOs an, dass sie die Themen Transparenz im Umgang mit den Arbeitskräften, philanthropische Aktivitäten, Vereinbarkeit von Bildung und Beruf sowie die Vielfalt am Arbeitsplatz auf ihrer Reformagenda haben.

 

Der Reformdruck ist spürbar auf allen Ebenen, sowohl in der Gesellschaft als auch in der Wirtschaft. Diesmal sind sich Experten und Analysten einig: Die Reformen sind alternativlos! Bei dauerhaft niedrigen Ölpreisen sind die „Boom“-Jahre vorbei. Kostenmanagement und gute Geschäftsergebnisse werden immer mehr zu zentralen Aufgaben der Firmenmanager. Vieles wird davon abhängen, ob die Machthaber den nötigen Willen haben, ihre Reformpläne in die Tat umzusetzen.

23 Mai, 18

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