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Warum Sie heute mehr Führungskräfte und weniger Manager brauchen?

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Wenn Sie Ihren Mitarbeitern Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeiten, Arbeitstempo und Arbeitsort anbieten würden, würden Sie dafür auch noch Büroräume mit festen Sitzen und voll ausgestatteter Infrastruktur anbieten? Würden Sie auch Manager für Ihre Mitarbeiter suchen, die ständig von unterwegs arbeiten? Welche Aufgaben sollen Ihre Manager haben, wenn sich Ihre Mitarbeiter selbst managen können?

 

Das sind nur ein paar Fragen, die sich immer häufiger in einer Zeit stellen, in der wir in einer völlig vernetzten Welt leben. Dies hat grosse Auswirkungen darauf, wie wir mit Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten und der Gesellschaft im Allgemeinen kommunizieren. Insbesondere im Umgang mit unseren Mitarbeitern stellen solche Veränderungen viele Chefs vor grosse Herausforderungen.

 

Wo früher die Produktionsprozesse und deren Effizienz und Effektivität an erster Stelle standen, steht heute das Wissen (in Form von Erfahrung, sozialem Wissen, technologischem Wissen oder auch kollektivem Wissen) unserer Mitarbeiter im Mittelpunkt. Wissen ist bekanntlich nicht greifbar. Die „Verarbeitung“ dieses Wissens in den Köpfen der Mitarbeiter und seine Transformation in vermarktbare Kundenlösungen erfordert von vielen Firmenmanagern neue Führungsansätze und -Kultur.

 

Viele Chefs stehen bei diesen Fragestellungen zunächst sprachlos da. Sie wissen nicht, was sie anstellen sollen, denn alles ist in Bewegung: Technologie, Gesellschaft, Kunde, Unternehmen, Mitarbeiter. Für sie ist es nicht einfach, zuzugeben, dass sie nicht wissen, wo es langgeht. Denn sie haben bis jetzt immer gewusst, wie die Ziele, die Strategie und die Umsetzungspläne aussehen. Neues Führungswissen und -verhalten muss her, das sie bis jetzt nicht gelernt haben.

 

Das muss aber nicht sein. Leadership in diesen Zeiten ist sehr wichtig für die Zukunft des Unternehmens und der Mitarbeiter. Deshalb möchte ich Ihnen in diesem Beitrag ein paar Führungsqualitäten aufzeigen, die Sie verinnerlichen können, um die Herausforderungen in Ihrem Unternehmen zu meistern.

 

Vision

 

Als Führungspersönlichkeit in Ihrem Unternehmen müssen Sie die Qualität entwickeln, ständig den Status Quo Ihrer Geschäftsmodelle, Prozesse, Kunden, Lösungen und Industrie zu hinterfragen. Sie müssen in der Lage sein, Veränderungen in Ihrem Geschäftsumfeld und darüber hinaus vorauszusehen, um die notwendigen Veränderungen in Ihrem Unternehmen herbeizuführen. Erfolgreiche Führungspersönlichkeiten stellen die „Warum“-Frage regelmässig: Warum existieren wir als Firma? Warum kaufen Kunden bei uns? Warum machen wir das, was wir machen, so und nicht anders?

 

Die Führung eines Unternehmens muss in der Lage sein, aus all diesen Veränderungen eine Vision für ihr Geschäft zu entwickeln. Dabei ist es sehr wichtig, der Wahrheit und nichts als der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Wenn Sie merken, dass Ihr Unternehmen nicht das tut, wofür es steht, dann treffen Sie mutige Entscheidungen, um das Schiff auf den richtigen Kurs zurückzubringen. Kurz gesagt: Ein Leader muss sein Team in eine bessere Zukunft führen.

 

Transparenz

 

Wie eingangs schon erwähnt, ist Wissen der Rohstoff einer Wissenswirtschaft und dieser Rohstoff befindet sich in den Köpfen der Mitarbeiter. Um daraus eine marktreife Kundenlösung zu generieren, muss dieses Wissen allen Mitarbeitern zugänglich gemacht werden, und zwar unabhängig davon, in welcher Unternehmenseinheit der Mitarbeiter arbeitet oder welche Funktion er bekleidet. Ein Silo-Denken, das in den meisten Unternehmen herrscht, ist falsch am Platz und darf die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen nicht behindern.

 

Darüber hinaus dürfen Chefs sich nicht in ihren Büros verschanzen, sondern sollen ihre Mitarbeiter bei der Entscheidungsfindung mit involvieren. Studien haben mehrfach gezeigt, dass Mitarbeiter grosses Interesse daran haben, bei der Entscheidungsfindung in Bezug auf die Zukunft ihres Unternehmens involviert zu werden. Dies erhöht die Loyalität der Mitarbeiter und ihr Engagement bei der Realisierung der geplanten Strategie.

 

Fehlerkultur

 

Viele Firmen haben einen Hang zum Perfektionismus. Sie preisen sich selbst als Unternehmen der Nulltoleranz für Fehler. Dies führt meistens dazu, dass Mitarbeiter nicht den Mut haben, Neues zu probieren und zu testen. Ein Mitarbeiter, der daran gemessen wird, wie oft er Fehler vermeidet, wird selten lernen, mit Fehlern und Scheitern umzugehen. Er wird immer abwarten, was der Chef sagt, bevor er etwas Neues ausprobiert.

 

Innovative Firmen hingegen fördern eine Kultur des Versuchs und Irrtums (Trial and Error). Sie können nicht neue Lösungen entwickeln und dabei immer Erfolg haben. Fehler sind der ständige Begleiter von Innovationen. Man kann nicht Fehler vermeiden und zugleich Innovationen betreiben. Und so ist es auch im digitalen Zeitalter. Und wichtig ist dabei, sicherzustellen, dass der Mitarbeiter ein Gefühl der Sicherheit erfährt.

 

Beste Beispiele, dass durch Fehlertoleranz echte Innovationen entstehen können, sind die Post-It Notes von 3M oder die berühmten zehntausend Versuche von Thomas Edison bei seiner Arbeit für die Entwicklung der Glühbirne. In den letzten Jahrzehnten wurde Viagra sehr bekannt, das  ursprünglich für die Behandlung von Bluthochdruck vorgesehen war. Viagra ist ein sehr gutes Beispiel einer verfehlten Innovation, die jedoch für andere Zwecke genutzt wurde als ursprünglich geplant.

22 Okt, 18

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